Mein erstes Mal… Bei Fremden übernachten

Ich hatte ja bereits darüber berichtet, wie ich das erste Mal in einem Design-Hotel übernachtet habe. Nun begab es sich, dass meine Freundin und ich im Februar aufbrachen Australien unsicher zu machen. Ein Teil des Aufenthaltes verbrachten wir in der Wohnung von uns unbekannte Menschen…Wir planten den 5-Wochen Trip natürlich schon zum Teil in Deutschland. Vor der Heimreise wollten wir noch ein paar Nächte in Sydney verbringen, Andenken shoppen etc. pp. Hier schlug meine Holde vor, dass wir doch mal bei Airbnb schauen könnten. Gesagt, getan: Wir fanden ein gutes Angebot: Zentral, bezahlbar und das Zimmer machte einen anständigen Eindruck. Gebucht! Wir kamen von einem dreiwöchigen Roadtrip zurück, der Campervan war zurückgegeben und wir waren gespannt, was uns erwartet. Die Schlüssel wurden in der Stadt an meine Freundin übergeben, während ich mit all dem Gepäck vor der  Unterkunft wartete. Der erste Eindruck: Gut! Grob auspacken, frisch machen und ab aufs Dach: In den Pool! Geht schlimmer! Abends raus, Essen fassen. Als wir auf dem Weg zurück waren fragten wir uns, ob wir unsere Gastgeber antreffen würden: Fehlanzeige, niemand da. Morgens vielleicht? Ja, da tat sich irgendwas. Man bemerkte ein komisches Gefühl in sich: Gehe ich jetzt ins Wohnzimmer? Was, wenn die Gastgeber gerade in Unterhose rumhuschen? Egal! Aber mehr als ein kurzes “Good morning” und ein Vorstellen war nicht drin. Muss ja auch nicht…

Abends wieder das Gleiche: Auf dem Weg zur Wohnung stellten wir uns die Frage, ob jemand zuhause ist. Ja! Der Herr des Hauses schaute fern, fragte kurz, was wir gemacht haben und verschwand dann ins eigene Schlafzimmer. Am letzten Tag wurden zumindest ein paar mehr Worte gewechselt. Zunächst aber leider darüber, dass wir die Waschmaschine falsch bedient hatten. Dann kurz das übliche “How do you find Sydney/Australia?” etc. pp. Traveller’s small talk eben, wie wir ihn kennen.

Fazit? Ich will bei einer Airbnb-Buchung sich nicht vom Gastgeber gepampert werden oder ihnen ein Gespräch aufzwingen. Vielleicht habe ich zuviel erwartet, da ich dachte, man käme ins Gespräch und würde vielleicht etwas von “locals” erfahren, sei es über das Leben in Sydney, Insidertipps oder sonstwas. Das wäre ein guter Vorteil dieser Art der Unterkunft gewesen. Sicher, jeder Gastgeber verhält sich bestimmt anders, deswegen war das bestimmt nicht das letzte Mal. Wir schauen schon für den nächsten Trip bei Airbnb, allerdings eine Unterkunft zur Alleinnutzung.

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