Halt’s Maul und fahr! Sangen damals schon die Deftones und irgendwie haben sie damit oft mein Lebensgefühl getroffen. Jetzt treffen die Worte wieder mein Lebensgefühl: ‘Be quiet and… “Drive”!’ Denn wenn die Lichter ausgehen, der Vorhang sich öffnet, das Geplapper aufhört, dann steht in großen Lettern DRIVE auf der Leinwand… und ich falle voller Hochachtung auf die Knie.
Hier wird gaaanz große Kinokunst enthüllt, in meinen Augen ist “Drive” locker der beste Film seit Jahren und ein Lichtblick zwischen “Blutsbrüdaz” und “Rubbeldikatz”. Letztere sind wohl finanzielle Selbstzwecke, während “Drive” endlich mal wieder Kunst ist.
Wobei es ein Kunstwerk ist, das nicht nur Freunden des Arthouse-Kinos gefallen kann.
Nein, auch der Durchschnittskinoliebhaber wird hier bestens bedient. Es sei denn, er hat eine Allergie oder Abneigung gegen explizite Gewaltdarstellungen. Ja, auch solches wird hier gezeigt. Romanze trifft Action trifft Charakterkino. Die Rollen rund um Ryan Gosling sind einfach stimmig besetzt. Die Story ist so simpel wie sagenhaft. Die Kameraführung nimmt den Zuschauer an der Hand und fesselt ihn im gleichen Atemzug. Und während man selbst atemlos den Mund hält, ertönen Lieder, die wie für diesen Film geschrieben scheinen(sie sind tatsächlich schon früher geschrieben worden)…
Dank an dieser Stelle an die Programmdiktatoren des Cineplex, die die Sneak Preview zwischen den Jahren zur Offenbarung adelten.
Ich verzichte mal an dieser Stelle auf den Trailer… der ist die große Schwachstelle des Films und nimmt Dinge vorweg, die nicht vorweg genommen werden sollten. In Cannes bekam Regisseur Nicolas Winding Refn(ein Däne: das erklärt einiges…) für seine Arbeit einen Preis. Zu Recht! Gönnt euch diesen Film. Wenn ihr bei klarem Verstand seid, dann werdet ihr es nicht bereuen. Ich fordere hiermit ein Oscarbombardement. Also bombt nicht die Veranstaltung weg, sondern zeichnet den Film aus. Das ultimative Kleinod!
Und jetzt singt alle mit: “There’s something inside you, it’s hard to explain, they’re talking about you, boy, but you’re still the same…”

Jupp, für mich auch der Film des Jahres 2011. Zusammen mit Battle: LA, aber das kann eh keiner nachvollziehen
Ich würde gerne noch mal das Thema “Oscarbombardement” aufnehmen. Allerdings dann doch mit Wegsprengen!!!
Im real,- gibts diese Woche C4 im Angebot. Aber nur in Verbindung mit einem adäquaten Faschingskostüm…
Werde ich mir anschauen